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Apulien
Apulien – die Hacke ist Spitze
Apulien im Südosten der Apenninen-Halbinsel zählt wegen
seiner zahlreichen kulturhistorischen Denkmäler und vor allem
der außergewöhnlichen, teilweise noch als Geheimtipp geltenden
Naturschönheiten zu den atemberaubendsten Regionen Italiens.
Landesinneres
Das Landesinnere zeigt sich vielgestaltig: Fruchtbare grüne
Ebenen und weite Kornfelder des Tavoliere-Gebietes wechseln mit
karstiger Landschaft in den Murge, sanfte Hügellandschaften des
Valle d’Itria wechseln im Salento mit den weiten Flächen der
silbrig-grünen Olivenhaine und im Norden mit der gebirgigen
Halbinsel des Gargano. Nirgendwo sonst wie in Apulien zeigen
sich dem Reisenden jahrhundertealte Olivenhaine und
Rebenpflanzungen, soweit das Auge reicht. Man fährt durch kleine
Dörfer, ab und zu erblickt man einen einzelnen Bauernhof,
verträumt und unberührt wie vor Jahrhunderten.
Kulturlandschaft
Abwechslungsreich wie die Natur präsentiert sich auch die
Kulturlandschaft der Region. Bereits Friedrich II. war von der
Schönheit des Südens beeindruckt, ließ dort trutzige Festungen
errichten und erklärte sie zu seiner Wahlheimat. Der achteckige
Bau des Castel del Monte dokumentiert dies
eindrucksvoll und zählt zu den wichtigsten Anziehungspunkten
Apuliens. Verteilt über das ganze Land liegen
geschichtsträchtige Städte, in denen man Spuren einer
jahrtausendealten Vergangenheit vorfindet wie beispielsweise in
Taranto, Brindisi oder der quirligen Hauptstadt
Bari, die vor rund 2500 Jahren zur Magna
Graecia gehörten. So gilt Lecce als
Barockjuwel, dessen prächtige Paläste mit detailgetreuen
Dekorationen versehen sind. Eindrucksvoll sind auch die
romanischen Kathedralen, allen voran die majestätisch gleich am
Meer gelegene so genannte „Königin der apulisch-romanischen
Kathedralen“ San Nicola in Trani.
Einen Besuch wert ist darüber hinaus Ostuni,
die stolz auf einer Anhöhe gelegene weiße Stadt, die ein
traumhaftes Panorama über eine herrliche Landschaft bietet.
Trulli
Eine auf der Welt einzigartige Besonderheit sind die Trulli,
jene Rundbauten mit den spitzen Dächern, die vor allem zwischen
Ostuni und Martina Franca das Landschaftsbild prägen, in
jüngster Vergangenheit gelungen restauriert wurden und zum Teil
als Feriendomizil gemietet werden können. Das Trulli-Städtchen
Alberobello im Itria-Tal gehört zum
Weltkulturerbe der Unesco.
Küste
Die vom adriatischen und ionischen Meer umspülte Region besitzt
mit insgesamt 800 Kilometern eine der längsten Küsten Italiens.
Das milde Klima mit 300 Sonnentagen im Jahr erlaubt eine
ausgedehnte Badesaison. Die apulische Küste zeigt sich
abwechslungsreich: feinsandige Strände wechseln mit kleinen
Buchten ab, die von grandiosen Felsformationen umschlossen sind.
Die bizarren Klippen und Grotten des Gargano läßt man am besten
bei einer Bootsfahrt um die Halbinsel auf sich wirken. Sowohl
der Gargano im Norden als auch die Küste des
Salento im Süden sind ideale Destinationen für
Wassersportler und Sonnenanbeter, die hier voll auf ihre Kosten
kommen.
Küche
Die Vielfalt Apuliens zieht sich auch durch die regionale Küche.
Neben fangfrischem Fisch und Meeresfrüchten zählen reichlich
frisches Gemüse, Pastavariationen wie die Orecchiette
(Öhrchennudeln) und das über die Grenzen Apuliens hinaus
bekannte Hartweizenbrot aus Altamura zu den Spezialitäten. Brot
gibt es auch in ungewöhnlicher Form wie den zweimal gebackenen
Teigkringeln Frisedde oder die Taralli, die
teilweise Fenchel oder Weißwein enthalten.
Unter den zahlreichen Käsespezialitäten sind vor allem die
Mozzarella-Variationen wie die Burrata zu erwähnen,
eine mit Butterrahm gefüllte Mozzarella. An Fleisch bevorzugt
man in Apulien Lamm, von dem es alle möglichen Zubereitungsarten
gibt. Solide Basis jeden Gerichts stellt das erstklassige
Olivenöl dar, das als eines der besten Italiens gilt.
Sport
Der Stiefelabsatz bietet einzigartige Voraussetzungen für
Golf-Parcours in reizvollstem Umfeld und
Strandnähe. Die in der Nähe von Lecce gelegene Anlage des GC
Acaya und der in einem herrlichen Pinienwald gelegene GC
Riva dei Tessali mit seiner zweiten 18-Loch-Anlage in
Metaponto sind beliebte Treffpunkte für Golfer und solche, die
es werden wollen.
Darüber hinaus gilt Apulien wegen seiner vorwiegend flachen
Landschaft als ideales Ziel auch für Freizeitbiker.
Dass die Region auch Wassersportlern viel
Abwechslung ermöglicht, versteht sich bei 800 Kilometern Küste
von selbst.
Zahlen
Apulien ist bestens für seine Gäste gerüstet: 774 Hotels stellen
rund 62.000 Gästebetten zur Verfügung. Knapp 200
agritouristische Betriebe bieten Platz für rund 4.000 Gäste. 200
Campingplätze und Ferienanlagen verfügen über circa 110.000
Plätze. 150 Ferienhäuser und zahlreiche bed & breakfast –
Betriebe können weitere 2.000 Gäste aufnehmen. Und nicht zu
vergessen die historischen Gutshäuser, die so genannten Masserie,
die in den letzten Jahren unter Berücksichtigung des
Denkmalschutzes in stilvolle Hotels umgebaut wurden.
Anreise
Apulien ist über ein gut ausgebautes Autobahn- und Schienennetz
erreichbar. Die Flughäfen Bari und Brindisi werden aus
Deutschland von Alitalia angeflogen. Air Dolomiti fliegt nach
Bari und LTU nach Brindisi. Zudem fliegt Hapag Lloyd Express
nach Bari. Airtours, TUI, Olimar, Thomas Cook, Studiosus, Gebeco
und Dertour haben neben zahlreichen Busreiseveranstaltern das
interessante Urlaubsgebiet in Italiens sonnigem Süden im
Programm.
www.pugliaturismo.com
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